Haus KAL | Umbau, Sanierung und Erweiterung eines Einfamilienhauses

Fertigstellung Mitte 2024, Gesamtfläche ca. 305m², davon ca. 210m² Wohnfläche.
Fotoaufnahmen Mitte 2025, Fotografin: Julia Vogel

Beteiligte Mitarbeiter:
Architektur und Innenarchitektur: Dipl.- Ing. Architektin Nuschin Darabkhani

Quadratisch auf einem schmalen, aber außerordentlich tiefen Grundstück – so verortete sich der Bestand des alten Klinkerhäuschens mit einer angebauten Garage in einer gewachsenen Wohnsiedlung in Monheim. Die Bauherren, die das Haus von den Großeltern übernommen hatten, wollten es für die vierköpfige Familie zum Garten hin erweitern und dabei komplett modernisieren und energetisch ertüchtigen. Dabei sollte ein möglichst offener, zum Garten orientierter fließender Koch-, Ess- und Wohnraum als gemeinschaftliches Zentrum entstehen.

Um den Grundriss im Erdgeschoss zu öffnen, wurde an das Gebäude ein Anbau mit identischen Geschosshöhen angegliedert, der die Grundfläche des Gebäudes etwa um zwei Drittel erweitert. Gleichzeitig wurden aus dem kleinteilig organisierten Bestand mehre Innenwände entfernt, wodurch sich bereits beim Eintreten eine direkte Sichtbeziehung vom verbreiterten Entrée zur Küche bis hinein in den Garten ergibt. Zudem wurde der überwiegende Teil der rückwärtigen Hauswand entfernt, wobei ein zwischen Alt- und Neubau situierter, etagenübergreifender Luftraum mit kleiner Galerie auf dem Obergeschoss entstand, der den Übergang zwischen den beiden Gebäudeteilen architektonisch markiert. Die neue, nahezu vollständig verglaste Fensterfront zum Garten wird dabei durch großzügige Öffnungen nach Westen ergänzt. So kommt zusätzliches Licht in den offenen, durch Stützen zonierten Koch-, Ess- und Wohnbereich. Im Bestandsbereich des Gebäudes geht dieser Bereich in einen offenen Lesebereich mit einem zentralen Bücherregal und einem bequemen Sitzfenster über und schließt sich an das straßenseitige Arbeitszimmer an. Im Dachgeschoss, das über die alte, aber optisch neu gestaltete Treppe erreicht wird, befindet sich im Neubau der Elternbereich mit gartenseitigem Schlafzimmer, Ankleide und dem ebenfalls über Fensteröffnungen zum Garten orientierten Badezimmer. Die beiden Kinderzimmer und ein Kinderbad liegen dagegen im Bestand und werden über die Galerie erreicht. Mehrere, neu eingeschnittene Fensteröffnungen an der Westseite aber auch in der Dachschräge nach Süden hin sorgen für eine gute Belichtung der beiden Kinderzimmer. Durch die konsequente Durchgestaltung aller Bereiche in einer einheitlichen Material- und Formensprache verschmelzen Alt- und Neubau zu einem einheitlichen Raumerlebnis.  

Beschreibung / Text by Paul Andreas